Am Wochenende habe ich beim Rügenbrücken Marathon endlich mein Marathonziel von unter 4 Stunden für dieses Jahr erreicht. Mit einer Punktlandung von 3:59:27h kam ich, dank der Unterstützung von Steffi, ins Ziel auf der Hafeninsel in Stralsund.
Bei teilweise Windstärke 6 und Regen war der Lauf nicht wirklich ein Traum. Außerdem war die Organisation leider dürftig. Schon bei km5 fehlte die Verpflegung. Angekündigt waren alle 5km Getränke und leichte Verpflegung aber davon war leider selten was zu sehen. Die Stände bei km20 und km25 waren sogar komplett leer und erst bei km29 gab es Tee, den man sich dann selbst heiß aus der Thermoskanne nehmen konnte. Sehr lauffreundlich also.
Auch durch diese Umstände, den kalten Wind und den Regen hatte ich zwischen km20 bis km29 ein richtiges Motivationsloch, so dass ich sogar ein paar hundert Meter gegangen bin. Bis dahin war ich gut unterwegs und hatte eine Halbzeit von 1:55h. Dann kam aber das Loch. Aber ich war nicht allein: Es gingen wahnsinnig viele Läufer, obwohl alle auf die 3:45 bis 4:00 hinaus waren. Ein Zeichen dafür, dass auch ihnen Getränke und Essen fehlte.
Jedoch bekam ich Verpflegung in Form von Power Gel und Tee von Steffi gereicht, die mich mit dem Fahrrad begleitete. Nach einem kurzen Blick auf die Uhr bei km30 kam dann doch noch mal der Ehrgeiz und ich gab Gas und überholte einige Läufer und kam glücklich unter 4 Stunden ins Ziel.
Fazit: Das Training hat gepasst aber an meiner Motivation muss ich arbeiten. Den Lauf selbst kann man leider nicht weiterempfehlen. Nur die Aussicht auf die Altstadt von Stralsund reicht nicht aus, um die fehlende Verpflegung, die fehlenden Ordner (es gab einige Irrwege) und die komische Organisation (Marathonis startet als letztes nach Halbmarathon, 12km Lauf, Walker etc) zu kompensieren.