…ich bin laengst tempelmuede, aber Pepe ist auf der Jagd nach Traummotiven und findet kein Ende.
Ein halbes Dutzend dieser Khmer-Tempel mit zungenbrecherischen Namen und halsbrecherischen Treppenstufen haben wir heute besucht. In groesster Hitze. Wieviel Liter Wasser wir dabei verloren haben, kann gar nicht unterschaetzt werden. Frueh um acht sind wir gestartet und jetzt warten wir hoch oben auf einem Tempel den Sonnenuntergang ueber dem Dschungel ab. Pepe knipst fleissig, ich durfte mich in eine schattige Ecke zurueckziehen zum Bericht schreiben. Ein bisschen dekadent hier oben mit Laptop. Aber es sind ja eh nur gutbetuchte Touris hier.
Zwei weitere Tage mit Tempeln stehen mir noch bevor. Und zwar von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Auf Pepes Wunsch. Ich konnte nen Besuch in nem weiteren Silk-Shop mit Kaufoption raushandeln
Naja, es ist schon beeindruckend, aber ich waere auch mit 7 Stunden Tempel pro Tag zufrieden.
Gerade fuellt sich die obere Platform unseres heutigen Sonnenuntergangstempels. Ein Plaetzchen auf der begehrten Westseite ist schon jetzt 45 Minuten vor Sunset schwer zu ergattern.
Danach geht es endlich heim zu ner kalten Dusche und einem Abendessen mit frischen Fruehlingsrollen – darauf freue ich mich schon!
Die Naechte hier sind fast unertraeglich heiss. Wir sind froh ueber unsere leichten Seidenlaken aus Laos und schlafen mit feuchtem Handtuch unter dem Kopf und Tigerbalm zur Erfrischung.
Siem Reap (die Stadt in der Naehe der Tempel, in der so gut wie alle von uns Touris schafen) hatte ich mir ganz anders vorgestellt: So aehnlich wie Luang Prabang mit netten stilvollen Cafes und Restaurants, in denen man gemuetlich den Abend ausklingen lassen kann, bevor um zehn die Buergersteige hochgeklappt werden, weil alle wieder frueh aufstehen und die Tempel entdecken wollen. Tatsaechlich ist Siem Reap eine Party-Meile, in der unzaehlige hippe Kneipen im Wettstreit um die lauteste Musik kein bisschen Erholung und gepflegte Ruhe gewaehren. Hier stehen Hotels und Haeuser – da schnallt man ab.
Morgen steht der mit Baeumen zugewachsene Tempel auf dem Programm und uebermorgen der beruehmteste Tempel Angkor Wat.
So, die Sonne geht schlafen, das muss ich mir anschauen, liebe Gruesse, eure Paula
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