Schlafen, Ausspannen, Blick auf’s Meer, Haengematte, Bier, Sonnenuntergang und das alles zusammen ist ein absoluter Traum aber auf Dauer wird es doch langweilig. Nach 10 Tagen Strand und Entspannung kribbelt es wieder in den Fuessen und wir muessen uns auf den Weg machen. Die Entscheidung faellt auf Krabi und somit verlassen wir Koh Phangan, das Paradies, am fruehen Morgen mit der Faehre von Songserm in Richtung Surat Thani und Krabi. Das kleine Staedtchen erreichen wir auch wie angekuendigt nach 5 Stunden und wundern uns ueber die Panikmache im Stefan Loose bzgl. der Songserm Faehre und den “Abzocker-Bussen”. In Krabi-Stadt und der gleichnamigen Provinz angekommen, entscheiden wir uns fuer den Touristenort Ao Nang als Basis fuer die letzten Tage.
Hier geht es sicher sehr viel touristischer zu als auf den Insel zu vor, es aehnelt sogar ein wenig Playa del Carmen in Mexiko. Es gibt jegliche Fast-Food-Restaurants als auch Hotelketten. Was sich aber schlimmer anhoert, als es ist. Im Endeffekt sind wir ja auch nur einfache Touristen und jeder Touri darf natuerlich das machen, was ihm gefaellt.
Wir gehen also erstmal auf Jagd nach einem billigen Zimmer, denn Paula fuehrt genau Buch und ein Zimmer darf nun mal nicht mehr als 15$ die Nacht kosten, sonst wuerde sie nur halb so gut drin schlafen. Mit Hilfe unseres “neuen” indischen Freundes finden wir dann auch ein billiges und gutes Zimmer, welches kuehl ist und harte Matratzen hat. Als Gegenleistung versprechen wir dem Inder heute abend in sein Restaurant zu kommen.
Nach kurzem Ortsrundgang und ein paar Fruchtsaeften und Snacks vom Strassenrand erkennen wir schnell, jegliche Individualtour zu den Sehenswuerdigkeiten waere teurer als eine organisierte Tour und beim indischen Curry entscheiden wir uns dann fuer das komplette Touri-Programm, d.h. James Bond Insel, Kho Phi Phi und Klettern in Railey.
Gesagt getan, wir gehen also zur naechsten “Travel Agency” und lassen uns die Angebote geben. Der Preis ist heiss und das Schachern beginnt bei 9000 Baht (300$) fuer die 3 Touren und die Busfahrt zurueck nach Bangkok. Aber wir sind natuerlich schon erfahren und druecken den Preis mit viel Laecheln und der Gewissheit, dass 20m die naechste Agentur ist auf 7000 Baht fuer uns zwei.
Der naechste Tag startet also mit der Tour zum Drehort von “Der Mann mit dem goldenen Colt” in der Bucht von Phan Nga. Sie sieht der Halong Bucht in Vietnam doch sehr aehnlich, ne Menge Karstfelsen ragen aus dem Meer und ueberall kleine Hoehlen und Grotten. Der grosse Unterschied ist jedoch, das Wetter ist fabelhaft und unsere Tour haelt, was sie verspricht.
Tag Nummer 2 beginnt ebenfalls sehr frueh und wird dazu noch richtig anstrengend. Wir sind nur 3 Leute auf unserer Klettertour plus Guide M. Die Jungs geben sich hier alle Spitznamen, da die Thai-Namen zu lang und schwierig sind. Am fruehen Vormittag springt unsere Partnerin auch noch ab und somit muss Paula mehr klettern, als sie eigentlich wollte. Bekanntlich macht ihr das Sichern mehr Spass.
Wieder werden wir von der Tour nicht enttaeuscht und Pepe klettert etliche Male ueber den Strand hinaus und darf die Aussicht auf die Straende und das Meer geniessen. Aber auch Paula kriegt noch ihren Ausblick aus der Hoehe, denn am Nachmittag klettern wir erst durch eine pechschwarze Hoehle um dann in 30 Meter Hoehe auf den Strand Railey West zu schauen. Und nun kommt es zu dem, was Paula nur fuer nen Spass gehalten hat, Abseilen. Den ganzen Vormittag denkt sie, dass es ein Joke ist und vertreibt damit ihre Aengste, aber nix da; jetzt geht es nur noch runter per Prusikknoten und Abseil-Tube. Irgendwann ueberwindet dann auch Paula ihre Angst und kommt Pepe hinterher.
Den dritten Tag verbringen wir zur Entspannung und fuer Paulas Muskeln nur am Strand und geniessen den Sonnenuntergang am selben Strand, wie vortags beim Klettern. Einziger Aufreger des Tages; wir verpassen fast das letzte Boot nach Hause (der Strand ist nur per Boot zu erreichen) und nachdem der “nette” Thai sagt, dass wir jetzt seinen “Late-Night”-Tarif zahlen muessen obwohl wir eigentlich schon ein Rueckfahrtticket bezahlt haben, blueht meine Paula auf und teilt dem ganzen Strand mit, was sie darueber denkt. Wir finden dann aber doch noch ein Boot, das uns nach Hause bringt und beim Thunfisch-Steak am Abend ist alles vergessen.
Unser letztes Touri-Programm ist dann die Fahrt zum legendaeren Maya-Beach auf Kho Phi Phi, wo Leo Di Caprio im Film “The Beach” gebadet hat. Ein top Strand, der aber leider mit 2000 Leute einfach zu voll ist. Die Tour wird aber dennoch zum vollen Erfolg, denn wir gehen mehrmals schnorcheln und sehen als Highlight einen grossen Kugelfisch.
Nach 5 Tagen verlassen wir dann Ao Nang wieder in Richtung BKK und stellen fest, dass auch ein Leben als normaler Touri mit gebuchten Fahrten Spass machen kann. Man muss sich halt bewusst sein, dass es dabei keine Einsamkeit und Ruhe gibt.
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