Unsere Reise stand kurz vor ihrer finalen Phase (Erholung zwischen Strand und Palmen) als wir am spaeten Abend endlich Bangkok erreichten. Die Reise aus der kambodschanischen Universitaetsstadt Battambang hierher verlief, wie sollte man es anders erwarten, in asiatischer Manier, d.h. mit Zwischenfaellen. Natuerlich war der Bus, der uns von der kambodschanisch-thailaendischen Grenze direkt in die Backpacker-Hochburg Bangkok bringen sollte, ueberbucht, und natuerlich waren wir unter den Reisenden, die ohne Information ueber Grund oder weitere Planung stundenlang in der prallen Sonne auf dem harten Beton direkt hinter dem Grenzposten warten mussten. Ich bereitete mich innerlich schon auf die bevorstehende Diskussion vor, aber ein junger Mann aus London verlor eher den Geduldsfaden und nahm mir den Job ab. Schliesslich wurden wir in einen lokalen Bus nach Bangkok gesetzt. Reichlich Konfusion entstand, weil keiner wusste, wohin in Bangkok der Bus uns bringen wuerde (das macht in dieser Riesenstadt schon mal 1-2 Stunden extra Fahrzeit aus) und Busfahrer und die einheimischen Insassen kein Wort Englisch zu sprechen schienen (zumindest kein Englisch, das wir verstehen konnten). Schliesslich konnte Pepe, indem er reiseleitermaessig im ganzen Bus fragte “Can anybody in this bus speak English AND Thai?” herausfinden, dass der Bus zum oestlichen Terminal fuhr, ein Busbahnhof mit Anschluss an die Hochbahn. Was fuer ein Glueck fuer uns, wir konnten spielend leicht ins Zentrum gelangen (natuerlich nicht ohne vorher gruendlich nach Drogen durchsucht zu werden (Hallo? Sehen wir so aus? Anm. von Paula: Gestern schon wieder! Die sind hier ganz schoen penibel. Dabei riecht es an jeder Ecke nach Marihuana) und haben es noch zur 23:40 Uhr Spaetvorstellung von Avatar im Imax-Kino geschafft. Wir liessen uns vom urbanen Lebensgefuehl dieser Stadt mitreissen, in der jedes westliche Gut verfuegbar schein. Im bisher beeindruckendsten Kino, das Paula je gesehen hat, gab es Buerger zum Abendessen und dann einen riesigen Eimer Popcorn fuer die naechsten Stunden Film, bevor wir uns gegen drei ins Bett gedrollt haben.
Der naechste Tag relaxt: Packen, Bummeln und dann in aller Ruhe die gesamte Bandbreite (fast) von Bangkoks Nahverkehr nutzen, um zum suedlichen Busterminal zu kommen: Hochbahn, Boot, Taxi.
Wir erstanden ein Ticket inkl. Faehrtransport nach Koh Tao fuer die Nacht und machten uns eiffrig ans Bilder-Sortieren.