3. Versuch und wieder nichts mit den Momos (kleine gefuellte Teigtaschen), schon zum dritten Mal auf unserer Reise versuchen wir in ein nepalisches Restaurant zu gehen, um eine von Pepes Lieblingsspeisen zu kriegen aber auch in Phnom Penh werden wir enttaeuscht. Das Restaurant existiert zwar noch, aber die Momos gibt es nicht mehr. Das Curry ist aber auch super und somit beginnt die kulinarische Reise durch Kambodscha. Am naechsten Morgen empfaengt uns PP ganz anders als wir es erwartet haben, denn neben 3 Hummer Jeeps sehen wir auch ne Menge S-Klasse Mercedes. Die Motorroller sind nicht mehr in der Ueberzahl wie noch in Vietnam, sondern Autos und TukTuks bestimmen das Bild.
Ausserdem muessen wir uns auch finanziell umstellen, denn der Grossteil wird hier in Dollar bezahlt und Riel bekommt man irgendwie nur ueber das Hotel oder den Getraenkeladen, alle ATMs spucken US Dollar aus, was Paula uebrigens gar nicht gefaellt.
Da wir nur 2,5 Tage zu bleiben, machen wir gleich Naegel mit Koepfen und besuchen den Koenigspalast am Vormittag, kurz danach die sogenannte “Lakefront”. Ein Boulevard direkt an der Vereinigung von Mekong und Tonle Sap Fluss. Dort staerken wir uns kurz und treffen ein daenisches Paerchen wieder, welches wir schon in der Halong Bay und dem Mekong Delta gesehen haben. Die beiden empfehlen uns einen Besuch im beruehmtesten Gefaegnis PPs, wo die Roten Khmer unter Pol Pot etliche 10.000 Kambodschaner gefoltert und getoetet haben. Die Fuehrung und auch der anschliessende Film geben einen guten und einpraegsamen Einblick in die wohl schrecklichste Zeit Kambodschas. In nur 4 Jahren (1975-79) wurden fast 25% der Bevoelkerung getoetet. Alles nur mit dem Gedanken einen reinen Bauernstaat aufzubauen. Auf einen Besuch der “Killing Fields”, wo die Menschen getoetet und in Massengraebern verscharrt wurden, verzichten wir. Das Gefaengnis ist bedrueckend genug.
Den Abend lassen wir dann ruhiger und stilecht im FCC ausklingen, einem beruehmten Cafe, aus dem die Journalisten immer ueber den Vietnamkrieg berichtet haben. Das Gebaeude ist wie viele andere in PP noch im Kolonialstil erhalten und versprueht ne Menge Flair auch wenn nur Auslaender und reiche Kambodschaner sich hier etwas leisten koennen.
Am folgende Tag gewinnt Pepe mit grossem Abstand die Maennerkonkurrenz in unserem Kochkurs. Zunaechst bereiten wir frische Fruehlingsrollen zu, dann gibt es Bananenbluetensalat (ich wusste nicht mal, dass es sowas gibt). Fuer das Nationalgericht (Fish Amok) geht es dann ans Eingemachte. Insgesamt 40 Minuten zerstossen wir alle Zutaten in einem Moerser ehe das Curry Pulver fertig ist. Das kommt dann mit dem Fisch, Kokosnussmilch und ein paar anderen Sachen in ein Bananenblatt und wird gedaempft und was soll ich sagen …. definitiv das beste Essen, was wir bisher auf unserer Reise hatten. Paula schlaegt sich auch super und gewinnt die Frauenkonkurrenz als sie den Nachtisch Mango mit Klebreis so schoen dekoriert, das alle nur noch schwaermen.
Nach dem erfolgreichen Beenden des Kurses fahren wir zur Backpacker Ecke PPs der nicht mehr schoenen “Lake Side”. Der See ist naemlich schon fast ausgetrocknet. Also geht es kurz darauf zurueck und Paula kriegt nen neuen Haarschnitt.
So das war es aus PP oder sagen wir eher Kho Phangan, aber der Bericht ist ueber PP.
see you soon
Pepe
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