Ich glaube, es ist schon über nen Monat her, dass ich wieder in Deutschland bin und immer noch kein Bericht über meinen Südafrika-Ausflug. Viel Asche über mein Haupt. Aber jetzt geht es los und die Bilder zum ersten Teil seht ihr hier:
Zu den Grunddaten: Wir (Thomas ein neuer Freund und Arbeitskollege) waren vom 16. Mai bis 29. Mai unterwegs nach Südafrika. Unser Plan war es von Nürnberg über Paris nach Johannesburg zu fliegen und am gleichen Tag mit einer Agentur in den Osten zum Krüger-Nationalpark.
Unser Plan schien dann gleich in Nürnberg zu platzen, da unsere Maschine 1h verspätet abhob und wir nur 1:15 Aufenthalt in Paris hatten. Aber ein dickes Lob an Air France, wir wurden direkt vom Flieger abgeholt und zum nächsten gebracht. Der Flug war dann von viel Bier und Rocky Balbao geprägt und recht unspektakulär. Dafür wurde es am Flughafen interessant: Ist das Gepäck da? Werden wir, wie versprochen, abgeholt?
Tja was soll ich sagen, alles klappte und die erste Überaschung war, als sich unser Fahrer (absolut dunkelhäutig) als Klaus vorstellte. Da fliegst du etliche 1000 Kilometer und der erste mit dem du sprichst, heißt Klaus. Der Wahnsinn und so ging es dann auch weiter. Die Fahrt durch die ländliche Gegend wurde Richtung Osten immer beeindruckender und kaum im ersten Wildreservat angekommen, begrüssen uns mehrere Giraffen.
Nachdem wir unseren “Night Drive” dann hinter uns hatten und noch ein paar Impalas, kleinere Tiere und ein Stachelschwein gesehen hatten, ging es in Marcs Treehouse, wo es leckeres Abendessen gab und leider nicht viele andere Gästen. Die einzigen mussten nächsten morgen schon früh abreisen und somit sassen wir allein am Lagerfeuer, aber das gute Bier und die Urlaubsstimmung brachten uns durch die Einsamkeit. Nach dem Frühstück am nächsten morgen ging es dann direkt in den Krüger National Park, wo wir inkl. einer Mittagspause bis zum späten Abend blieben.
Kaum angelangt, ging es auch schon los mit den Tieren und davon gab es trotz der ungünstigen Jahreszeit ne Menge. Impalas links, Gnus recht, Zebras auch, Impalas links, Büffel dahinten links und dann fährt man einfach so 10m an einem Elefantenbullen vorbei und vor uns kreuzt eine Giraffe die Straße. Irgendwie sehr beeindruckend auf den ersten Blick und wunderschön, aber dann auch sehr normal und Impalas mag man bald nicht mehr sehen. Daher schweifen die Blicke immer weiter und sehnen die Löwen, Leoparden, Geparden und Nashörner herbei. Aber nichts sollte es werden mit den großen Katzen auch am 2. Tag nicht.
Aber mit den Nashörner hatten wir Glück. Beim ersten Mal dachten wir noch unser Führer veräppelt uns, als er ne Vollbremsung macht und dann nach links deutet und sagt: “Rhino”. Nichts ist, denken wir das ist ein Stein, der da in 500m Entfernung liegt. Bis dieser Stein sich dann halt bewegt und mit den Ohren wackelt, was man auf den Bildern der Kamera dann auch leicht erkennt, aber wie um Himmelswillen erkennt unser Führer, der Übrigens ein wenig Deutsch spricht, das auf die Entfernung, wo wir selbst mit 300m Objektiv kaum was sehen. Welche Möhren isst der? Die Drogen will ich auch bei meinem Augenlicht. So deutet er auch am nächsten Tag auf 4 Nashörner, wo wir nur 2, dafür aber deutlich, erkennen.
Das Highlight des Nationalparks kommt aber erst am letzten Tag, kurz vor der Abfahrt als wir eine 40 minütigen “Bush Walk” rund um unsere Camp machen und Leoparden Spuren und etliche Spuren (hauptsächlich Kot) von anderen Tieren sehen. Ich hatte eigentlich schon abgeschlossen und war mit den Gedanken schon weg, als wir auf ein Büffelherde treffen. Diese waren von uns aber gar nicht begeistert und ihr Cheffe machte das auch sehr deutlich als er auf uns zu kommt und seinen Kopf mehrmals heftig bewegt und uns nicht aus den Augen verliert. Als er dann aus 15 Meter Entfernung noch ein paar Schritte auf uns zu macht, läuft auch unser Führer und ich denke mir so: Auch ein unscharfes Foto muss jetzt reichen und sprinte ebenfalls.
Alles in Allem ist der Nationalpark schon eine Reise wert, aber von den Big Five sind wohl nur Büffel und Elephant aus Nahdistanz zu sehen, die Nashörner tummeln sich in der Ferne und die großen Karzen lassen sich nicht wirklich blicken. Vielleicht gibt das Ende der Trockenzeit (September) eine bessere Chance, da es dann nur noch vereinzelte Wasserlöcher gibt. Aber selbst dann gibt es keine Garantie, aber das ist wohl immer so bei eine Safari.