Pepe auf Reisen Rotating Header Image

KTM- Lukla – Namche Bazar

Der wecker klingelt, 4:00. Eine verdammt schlechte zeit, wenn man bedenkt, dass ich mich im Urlaub befinde. Der Grund fuer das fruehe erwachen ist mein Flug von KTM nach Lukla am Fusse des Mt.Everest Trek. Nach 16 minuten heisser Taxifahrt bei dem mir die Erleuchtung kommt, autofahren ist hier nur ne Frage des Gluecks, komme ich am Flughafen an und checke gemuetlich ein. Gleich am Check In lerne ich Roger (Newcastle) kennen und das Allein-Trekken beginnt also erfolgreich. Nach 2 Stunden Verzoegerung, die hier normal seien, wie man uns verzichert, heben wir ab. Der Flug ist beeindruckend. Zu unserere linken sehen wir den gesamten Himalaya und ab und an kleine Doerfer auf den Bergen. Da wir in einer Hoehe von knapp 4500 fliegen, merken wir auch jede Thermikveraenderung, die uns schnell mal ein paar Meter absacken laesst. Die Landebahn in Lukla, sieht schon von oben ziemlich kurz aus und es waere alles nicht so schlimm, wenn da nicht dieser riesen berg am Ende der Piste stehen wuerde. Ehrlich gesagt, habe ich gedacht, das schaffen wir nie, wir sind viel zu schnell, aber kurz vor der Kollision macht der Pilot einen Schlenker und wir rollen den Hangar berg auf und kommen sicher zum stehen. Die Statistik in Lukla sagt somit: Puls 185, 14 Grad Celsius und ne Menge Trekker, wohl mehr als in der Annapurna Region.

Nach kurzem Fruehstueck mache ich mit Roger auf den Weg und wir schlagen ein gutes Tempo an, um noch heute Namche Bazar zu erreichen, was circa 6 Stunden entfernt ist. Alles laeuft super und wir ueberholen ein paar Muenchner und ne Menge andere leute, wobei auffaellt: Keine Israelis am Start. Nachdem wir uns in Monju auf 2800 Meter eingecheckt haben, das gehoert dazu wenn man im Nationalpark wandert, geht es ans Eingemachte 600 Meter nur bergauf und das ziemlich steil. Meine gute Kondition aus dem Annapurna Gebiet scheine ich aber konserviert zu haben und trage meinen 20 kg Rucksack (inkl. Kamera und Wasser gemessen am Flughafen) die letzten Meter herauf und erreich gegen 16.30 das Ziel – Namche auf 3440 Meter. Wir entscheiden uns fuer eine Lodge, die Roger schon letztes Mal (1999) bewohnt hat und bestellen Dal Baht, das Nationalgericht. Einem langen Abend mit ner Menge GEschichten und Hinweisen ueber die Everest Region folgt eine noch laengere Nacht, in der mich doch echt wieder der Durchfall und anscheinend auch ne kleine Form von Giardia erwischt. Jedenfalls verbringe ich die Nacht mehr auf dem Oertchen, das mit 0 Grad schon ziemlich kalt ist. Der naechste Tag ist folglich vorprogrammiert: ICh relaxe einfach und versuch Tee zu trinken. Dank meiner Medizin gelingt es mir auch Nahrung aufzunehmen aber ansonsten schmeckt alles nacher verfaulten Eier und anscheinend riecht man auch so, wenn man Giardia hat. Anyway mehr als ein paar Meter bewege ich mich nicht und trotz Aufmunterung von ROger und einer netten englischen Gruppe reicht es nur zu einfachen Nudeln, Tee und Bettruhe ab 19.00 Uhr. Der naechste Tag sieht dafuer schon umso besser aus. Das Fruehstueck-Toast mit Nutella (Danke an Anja und Kristen) schmeckt schon wieder und ich mache mich auf Erkundungstour und kleine Wanderung zum Army Camp in Namche. Und dann auf 3500 Meter der erste beeindruckende Blick: Mt.Everst lugt ueber Nuptse und neben Lhotse hervor….

Leave a Reply

*