so here we go again. Zunaechst einmal ein paar Aenderungen in der Photosektion. Ich versuche die Bilder ab jetzt ein wenig einzuteilen und benutze dazu Unterordner, los geht es mit dem Dusky Track.
Nach langer Fahrt und erschreckend unhoeflichem Busfahrer komme ich am Donnerstag Abend in Te Anau an, wo mich Thomas abholt. Er und July haben bereits Essen fuer den Track eingekauft und somit geht es am naechsten Morgen los. Kurzer Besuch im DOC, um uns fuer den Track anzumelden und restliche Einkaeufe im ansaessigen Outdoorgeschaeft. Gegen 10.30 erreichen wir den Hangar und kurze Zeit spaeter startet unser Helicopter. Nach etwa 20 minuten Flug bei guter Sicht erreichen wir die Pleasant Range und wir werden an der Huette abgesetzt. Mitten durch den Schnee starten wir unseren ersten “Wander-Tag”.[MEHR] Leider haben wir nicht die beste Sicht aber die Kulisse ist echt beeindruckend, manchmal erinnert es an einen weissen Golfplatz mit kleinen zugefrorenen Seen als Bunker. Schon nach 30 Minuten bewaehren sich meine neuen Gaters, da der Schlamm schon ueber die Schuhe reicht. An die alpine Sektion schliesst sich ein langer Abstieg durch den Regenwald an und auf den letzten Meter werden wir zunaechst von einem Fantail (Vogel) begleitet und dann von Sandflies geplagt. Nach 6,5 Stunden hiking erreichen wir die erste Huette und sind erstaunt, dass wir “auf dem isoliertesten Track NZs” doch knapp 15 Leute treffen. Die Stimmung ist aber sehr gut und somit no worries. Nach unruhiger Nacht und starkem Regen brechen wir am Samstag auf in den naechsten Tag, der komplett durch den Regenwald fuehrt und uns nach knapp 2 Stunden das erste Mal richtig nass macht. Wir ueberquaeren einen kleinen Fluss und muessen dabei bis zur Huefte ins Wasser, also alles nass, aber die Erfahrung ist es wert. Nach dieser Ueberquaerung ueberholen wir die einzige Gruppe, die uns auf diesem Track bis zum Ende begleiten wird. Durch den super schoenen Regenwald und ueber interessante Pfade geht es zur naechsten Huette, die wir nach wiederum 6,5 Stunden ziemlich erschoepft erreichen. Mir tut zwar das linke Knie vom bergab gehen ziemlich weh, aber die Bilder, Eindruecke etc. sind echt schwer zu beschreiben und einfach gigantisch. Ich hoffe mal, dass die Photos einiges rueber bringen, alles ist unmoeglich. Nun gut weiter im Text. Am Ostersonntag werden wir mal wieder von Regen geweckt, gehen aber im trockenen los und schrauben uns stetig nach oben ehe wir wieder auf die andere Gruppe treffen und sie kurz vor der alpinen Sektion ueberholen. Dann die schoenste Phase ueberhaupt und das trotz schlechter Sicht. Wir gehen durch kniehohen Schnee und bahnen uns den Weg von einem Wegweiser (orangenes schild) zum naechsten und erreichen nach 1,5 Stunden Schnee den Pass und ueberquaeren ihn bei richtig starkem Wind und treten danach in Schneewehen, die uns bis zum Bauch begraben. Ostern im Schnee, wieder was neues. ICh vermisse mein Snowboard um den Abstieg zu machen, dafuer gibt es auf rutschigen Pfaden wieder in den Wald. Auf der Suche nach dem richtigen Weg treffen wir noch auf eine Kea. Der einzige Papagei, der in solchen Regionen lebt. Trotz erneuten Schlambaedern und einigen Photostops erreichen wir die Huette frueher als geplant und freuen uns auf die trockenen Sachen und den Schlafsack. Dieser Tag war echt das absolute Highlight und die Erfahrung schlecht hin. Am Montag machen wir uns ein wenig frueher auf den Weg, um die erste Faehre wieder zurueck in die Civilisation zu bekommen. Der Weg ist sehr einfach zu absolvieren und ausser neuen Schlammloechern keine grossen Hindernisse. Kurz vor dem Ende ueberrascht uns der liebe Gott doch noch mit Sonnenschein und ueber einen sonnendurchfluteten Regenwald geht echt kaum was. Das sind Bilder. Leider endet der Track mit einer 40 minuetigen Strassenwanderung und zu aller letzt verpassen wir die angestrebte Faehre, da wir, zu frueh vor Ort, vor den Sandfliegen fliehen und dann zu spaet zurueck kommen. Die Moral von der geschichte, traue keiner neuseelaendischen Zeitangabe. Der erste meinte, die Faehre faehrt um 14.30 und dann ist sie doch schon um 14.05 weg. Naja never mind. Gegen 17.30 erreichen wir unser Auto und machen uns auf den Weg nach Pleasant Point, mit kurzer Unterbrechung durch einen Polizisten, der uns von der anderen Seit geblitzt hat. Shit 19 km/h zu viel bedeuten dann 120 $ Strafe. Mitternachts erreichen wir das Haus von Thomas Gastfamilie, wo ich schoen warm in der Stube schlafen darf und vorher noch leckere Gemuesesuppe schluerfe und morgens die erste Dusche nach 4 Tagen nehme. Thomas bringt mich dann gegen 6.30 nach Timaru und nach knapp 20 Minuten nimmt mich ein Truckfahrer mit nach Christchurch, wo ich gluecklich aber ziemlich geschafft um 9.00 Uhr ankomme.
To sum up, es war ein anstrengendes Wochenende, aber die Erfahrungen, die Eindruecke und die Geschichten die bleiben, waren das grosse Abenteuer wert. so long